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Pakete und versicherter Versand - alles Wissenswerte

Inhalte dieser Seite: Kosten | Versicherungswert Pakete | So geht's | Wertgegenstände | Regelungen der Paketdienst | Nicht-Zahlung im Schadensfall | FAQ

Millionen Paket kommen täglich ohne Probleme beim Empfänger an. Im Normalfall gibt es keine Probleme, auszuschließen ist es in Einzelfällen aber nicht, dass ein Paket unterwegs beschädigt wird oder verloren geht.

Zum Glück ist jedes Paket bei fast allen Paketdiensten ganz automatisch bis zu einem Wert von ca. € 500,- gegen Verlust und Schäden (soweit die Versandvorgaben eingehalten wurden) versichert. Wer aber Waren mit einem Wert von mehr als € 500,- verschickt und auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte eine zusätzliche Paketversicherung für einen versicherten Versand buchen.

Versicherter Paketversand - die Kosten

Die Kosten für einen versicherten Versand bzw. die dazu notwendige Paket-Versicherung sind je nach Paketdienst und Versicherungsanbieter etwas unterschiedlich. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Gebühren (Stand Feb. 2019).

PaketdienstVersicherter Wert(*)Kosten (Aufpreis)
DHL Paket bis € 2.500,- € 7,00
DHL Paket bis € 25.000,- € 18,00
DPD bis max. € 15.000,- (nur auf Anfrage)
UPS bis max. US-$ 50.000,- je nach Buchung 1%-2% des Wertes

(*) Bitte beachten Sie die Regeln der jeweiligen Paketdienste, welche Wertgegenstände überhaupt versicherbar sind

Darüber hinaus bieten auch verschiedene, von den Paketdiensten unabhängige Versicherungen eine Paketversicherung an. Hierfür müssen jeweils individuelle Angebote angefragt werden.

Bis zu welchem Wert ist ein Paket (automatisch) versichert?

Ein Standard-Paket, ohne zusätzliche Versicherung, ist automatisch wie folgt versichert:

Paketdienstmax. versicherter WertZusatzinfo
DHL € 500,- für hochwertige Güter; Päckchen sind unversichert
DPD € 520,- Retouren oder Paketshop-Zustellung € 265,-
Hermes € 500,- Päckchen bis € 50,-
UPS € 510,- bzw. SZR 8,33 je kg (es gilt der höhere Wert)

Achtung: die Haftung gilt üblicherweise für den Wert der im Paket befindlichen Gegenstände, nicht für Folgekosten wie rein wirtschaftliche Schäden, entgangene Gewinne, Umsatzverluste, etc..

Wie funktioniert versicherter Versand?

So gehen Sie vor:

  1. Prüfen Sie, welche Art von wertvollen Gegenständen Sie verschicken wollen. Je nach Paketdienst sind verschiedene Wertgegenstände überhaupt nicht versicherbar beim Paketversand. Das gilt oft bei Gegenständen von Valorenklasse I, also z.B. Sparbücher, persönliche Kontokarten, Aktien und Wertpapiere, etc.
  2. Ermitteln Sie den genauen Wert der zu versichernden Gegenstände im Paket. Nur wenn dieser richtig angegeben wird können die Paketinhalte auch versichert werden.
  3. Prüfen Sie, ob der Wert der Paketinhalte unter ca. € 500 bis € 520,- liegt (der genaue Wert hängt vom genutzten Paketdienst ab), dann der Abschluss einer extra Versicherung oft nicht notwendig. Bis zu diesen Wert sind Pakete automatisch versichert.
  4. Buchen Sie beim Kauf des Versandscheins für Ihr Paket eine zusätzliche Versicherung passend zum Wert des Paketinhalts.
  5. Heben Sie Quittung und Buchungsunterlagen gut auf, damit Sie diese im Schadensfall noch zur Verfügung haben.

Können Wertgegenstände versichert verschickt werden?

Es ist wichtig, sich beim Versand von wertvollen Gegenständen mit den so genannten Valorenklassen zu beschäftigen und folgende drei Fälle zu unterscheiden:

  • Es gibt Valorenklasse I, in die Wertgegenstände fallen, die man in einem Schadensfall prinzipiell sperren kann. Das sind zum Beispiel Sparbücher, Aktien, persönliche Bankkarten, etc.

  • In Valorenklasse II fallen dagegen Wertgegenstände, die man nicht sperren kann. Das sind zum Beispiel Bargeld, Eintrittskarten, Fahrkarten, Briefmarken, Gutscheine, Pay-TV-Karten, Autovignetten, Edelmetalle, Schmuck,  Uhren oder Kunstgegenstände.

  • Und schließlich gibt es weitere hochwertige Gegenstände, nicht in eine solche Valorenklasse fallen (also meist auch nicht als Wertgegenstände bezeichnet werden), z.B. Computer, teure Designermode oder beliebige andere wertvolle Gegenstände.

Beim Paketversand und insbesondere hinsichtlich der Versicherung des Paketinhalts muss immer unterschieden werden, welche dieser drei Arten von Gegenständen sich in Ihrem Paket befindet. Hierzu gibt es bei jedem Paketdienst auch etwas unterschiedliche Regelungen (siehe dazu auch die noch folgenden Darstellungen).

Achtung: laut Versandvorgaben ist der Versand von Wertgegenständen, die in eine der Valorenklasse fallen, über Shiparound nicht zulässig. Es können nur andere hochwertige Gegenstände mit Shiparound verschickt werden. Dies gilt sowohl für automatisch versicherte Standardpakate als auch für speziell versicherten Versand. Bei Unklarheiten, ob Ihr Versandgut mit Shiparound verschickt werden kann, fragen Sie uns einfach jederzeit direkt: info@shiparound.de oder Tel. 07571 - 9279060.

Versandversicherung bei den verschiedenen Paketdiensten

Versicherter Versand und Wertgegenstände bei DHL

Bei DHL darf ein Paket nur maximal € 500,- an Wertgegenständen der Valorenklasse II enthalten. Wichtig: dieser Wert gilt pro Tag für einen Absender und einen Empfänger. Wenn man also als Absender am gleichen Tag mehrere Pakete an den gleichen Empfänger verschickt, gilt die Versicherung nur für INSGESAMT € 500,- und nicht pro Paket!

Achtung: Wertpapiere, bei denen im Schadensfall eine Sperrung durchgeführt werden kann (Sparbücher, Aktien, Kontokarten, …) sind im Normalfall NICHT versichert oder versicherbar. Schicken Sie solche Güter, ist eine kurzfristige Sperrung durch Sie notwendig.

Bei internationalem Versand sind aus der Valorenklasse II nur Schmuck, Edelsteine und Kunstgegenstände, sowie alle anderen hochwertigen Gegenstände (die nicht zur Valorenklasse II gehören) bis zu einem Wert von € 25.000,- zugelassen. Sie sind aber nur versichert, wenn man eine extra Versicherung dafür abschließt.

Achtung: verschickt man allgemeine hochwertige Güter bis € 25.000,- gemeinsam mit Gütern der Valorenklasse II in einem Paket, darf der Wert der Valorenklasse-II-Güter den Wert von € 500,- nicht überschreiten.

Hinweis: die obigen Darstellungen erläutern nach bestem Wissen die von der DHL veröffentlichten Regeln zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels. Dies ist keine Rechtsberatung, wir können nicht für 100%ige Gültigkeit garantieren oder gar haften und es gelten immer die jeweils aktuellen Regeln der DHL.

Versicherter Versand und Wertgegenstände bei UPS

Bei Versand mit UPS wird mit dem so genannten deklarierten Wert gearbeitet. Ein Paket eines deutschen Absenders ist bis zu dem deklarierten Wert automatisch versichert, wenn dieser maximal € 510,- beträgt (oder einen Gegenwert gemessen in Sonderziehungsrechten: SZR 8,33 je kg, wenn dieser Wert höher ist). Diese Obergrenze gilt auch, wenn kein Wert deklariert wurde.

Man kann bei UPS bei der Buchung eines Paketversands aber auch einen höheren deklarierten Wert angeben. Das führt dann, abhängig von der Höhe des deklarierten Wertes, zu einer zusätzlichen Versicherungsgebühr und damit zu einem versicherten Versand bei UPS.

Die Gebühren für einen versicherten Versand liegen bei 1-2% des deklarierten Wertes (je nach Buchung). Die bestehende Mindestgebühr kommt praktisch nie zum Zuge, wenn eine Höherversicherung abgeschlossen wird.

Der Wert eines Pakets darf jedoch niemals US-$ 50.000,- überschreiten. Beachten Sie, dass der Wert von Schmuck oder Uhren in einem UPS-Paket den Wert von US-$ 500,- nicht überschreiten darf (höherwertiger Schmuck ist dann nicht versichert).

Güter von außergewöhnlichem Wert, wie zum Beispiel Kunstwerke, Edelmetalle und Edelsteine, Briefmarken, Geld, Prepaid-Karten, Wertpapiere, Sparbücher und ähnliches sind bei UPS grundsätzlich vom Versand ausgeschlossen und daher in einem Paket auch nicht versichert.

Hinweis: die obigen Darstellungen erläutern nach bestem Wissen die von UPS veröffentlichten Regeln zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels. Dies ist keine Rechtsberatung, wir können nicht für 100%ige Gültigkeit garantieren oder gar haften und es gelten immer die jeweils aktuellen Regeln von UPS.

Versicherter Versand und Wertgegenstände bei Hermes

Bei Hermes sind Pakete automatisch bis zu einem Wert von max. € 500,- versichert, Päckchen bis € 50,- und Reisegepäck bis € 1.000,-.

Eine Erhöhung dieser Haftungsgrenzen durch eine Zusatzversicherung ist über Hermes direkt nicht möglich. Sie müssten gegebenenfalls also entweder auf einen gesonderten Paketversicherer oder einen anderen Paketdienst ausweichen, wenn Ihr Paket über die genannten Werte hinaus versichert sein soll.

Hinweis: die obigen Darstellungen erläutern nach bestem Wissen die von Hermes veröffentlichten Regeln zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels. Dies ist keine Rechtsberatung, wir können nicht für 100%ige Gültigkeit garantieren oder gar haften und es gelten immer die jeweils aktuellen Regeln von Hermes.

Wann die Paketversicherung NICHT zahlt

Nicht in jedem beliebigen Schadensfall zahlt die Paketversicherung auch. Hier gibt es zwar auch je nach Paketdienst unterschiedliche Regeln, aber die folgenden Punkte sollten Sie praktisch immer beachten:

Bei eigenem Verschulden des Versenders muss die Versicherung einen Schaden nicht ausgleichen. Das gilt z.B. bei

  • ungeeignete Verpackung des Pakets: sei es die Wahl von unpassendem Versandmaterial oder eine schlecht erfolgt Verpackung der Versandgüter in dieser. Beachten Sie dazu auch unsere Hinweise zu richtigem Verpacken von Paketen, um spätere Probleme mit der Versichung zu minimieren.
  • falsch deklarierter Wert: geben Sie bei der Buchung des Pakets einen unkorrekten Wert an, ist nicht der wirklich im Paket enthaltene Warenwert versichert. Je nach Paketdienst und Versicherung besteht dann ein Anspruch an die Versicherung nur bis zum deklarierten Wert oder er kann auch komplett entfallen.
  • nicht versicherbare Güter: es gibt eine Vielzahl von Gütern, die entweder gar nicht zum Versand in Paketen zugelassen sind (z.B. Gefahrgut, zu dem beispielsweise auch Akkus und Batterien oder alkoholhaltige Parfums gehören), wie auch Güter, die nicht versicherbar sind (siehe dazu auch weiter oben).

In all diesen (als auch verschiedenen weiteren) Fällen erfolgt KEIN Wertersatz durch die Versicherung. unabhängig davon, ob automatisch enthaltene oder extra gebuchte Versicherung.

FAQ Versicherter Paketversand

Was kostet ein versichertes Paket?
Die Kosten der Paketversicherung hängen von Paketdienst & versichertem Wert ab. Z.B. DHL Paket € 7,- (bis € 2.500,- versichert) bzw. € 18,- (bis € 25.000,-). Bei UPS kostet die Versicherung 1-2% des deklarierten Paketwerts. Unter € 500,-/510,- sind Pakete meist ohne Extrakosten versichert.
Welcher Paketwert ist automatisch versichert?
Normale Pakete sind beim Versand automatisch versichert. DHL Paket oder Hermes haften bis max. € 500,- pro Paket, DPD bis € 520,-, UPS bis € 510,- (bzw. SZR 8,33 je kg).
Welche Schadensfälle sind bei Paketen versichert?
Im Normalfall sind Verlust und Beschädigung des Pakets versichert. Weitere versicherte Schadensfälle als auch die jeweiligen Details sind bei jedem Paketdienst bzw. jeder Paketversicherung etwas anders geregelt.
Welche Paketinhalte schließt die Versicherung aus?
Das hängt von Paketdienst & Versicherung ab. Valorenklasse I (Sparbücher, Aktien, Bankkarten, …) ist oft gar nicht versicherbar. Klasse II (Schmuck, Fahrkarten, Gutschein, Uhr, Kunst, …) sind oft im maximalen Wert pro Paket begrenzt. Informieren Sie sich immer beim jeweiligen Paketdienst.
Wann zahlt eine Paketversicherung nicht?
Eine Paketversicherung zahlt selbst im Schadensfall nicht, wenn die jeweiligen Versandvorgaben nicht eingehalten wurden. Z.B. eine ungeeignete Verpackung verwendet wurde, der Wert des Paketinhalts falsch deklariert wurde, nicht versicherbare Güter im Paket enthalten sind, etc.

Hinweis: alle auf dieser Seite zu findenden Darstellungen erläutern nach bestem Wissen den versicherten Versand zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels. Sie wurden auf Basis der öffentlich verfügbaren Informationen der verschiedenen Paketdienste zusammengestellt. Dies ist keine Rechtsberatung, wir können nicht für 100%ige Gültigkeit garantieren und haften auch in keiner Weise für diese Angaben (alle Informationen ohne Gewähr). Es gelten immer die jeweils aktuellen Regeln der betreffenden Paketdienste, die sich nach der Erstellung dieses Artikels auch geändert haben können.